Winter: der Christkindlmarkt am Marienplatz
Ein Vorläufer des heutigen Marktes wird 1310 als Nikolaimarkt erstmals erwähnt — die Wurzeln reichen damit bis ins 14. Jahrhundert zurück. 1806 wurde er in "Christmarkt" umbenannt, und nach mehreren Standortwechseln hat er seit 1972 seinen festen Platz auf dem Marienplatz vor dem Neuen Rathaus.

Ein Christbaum aus einer anderen Stadt, jedes Jahr
Der über 20 Meter hohe Christbaum mit rund 3.000 Lichtern, der bis zum Dreikönigstag vor dem Rathaus leuchtet, wird München jedes Jahr neu von einer Ortschaft aus Deutschland, Österreich oder Italien gespendet — kein Baum aus städtischem Bestand, sondern eine wechselnde Widmung.
2026: früherer Start als sonst
Der Markt 2026 läuft vom 20. November bis 24. Dezember und beginnt damit früher als in den Vorjahren — bereits am Freitag vor Totensonntag, statt wie sonst erst danach.
Sommer: der Hirschgarten und der Chinesische Turm
1780 beauftragte Kurfürst Karl Theodor die Anlage eines rund 44,6 Hektar großen Jagdreviers für den Adel; ein Teil wurde eingezäunt, und 100 Dam- und Rothirsche wurden dort ausgesetzt — daher der Name Hirschgarten. Heute bietet der angeschlossene Biergarten rund 8.000 Plätze und gilt damit als größter Biergarten Münchens, wenn nicht der Welt.

Der zweitgrößte: der Chinesische Turm
Im Englischen Garten steht der 1789–1790 erbaute, rund 25 Meter hohe Chinesische Turm, seit der Eröffnung des Parks 1792 öffentlich zugänglich. Nach einem Brand durch Bombenangriffe 1944 wurde er 1952 originalgetreu wiederaufgebaut. Der zugehörige Biergarten bietet seit 1974 rund 7.000 Plätze — der zweitgrößte der Stadt nach dem Hirschgarten.
Musik von oben
An Sommer-Wochenenden spielen im ersten Stock des Chinesischen Turms im Wechsel zwei Blaskapellen — bei gutem Wetter zusätzlich auch mittwochs und freitags bis zum frühen Abend.